Mitten im Alltag, direkt am Bahnhof Dielsdorf im Kanton Zürich, entstand für die Bezirkssparkasse ein Provisorium, das bewusst mehr ist als eine Übergangslösung. Der Standort in Sichtweite zur künftigen Baustelle des Neubaus nutzt die hohe Frequenz und Sichtbarkeit des Bahnhofs und bringt die Bank während der Bauzeit noch näher zu ihren Kundinnen und Kunden, dank einer neuen Innenarchitektur im Bestand.
Die räumliche Konzeption ist stark von einer geringen Eingriffstiefe geprägt. Maximale Funktionalität und Atmosphäre bei möglichst minimalem Eingriff war die Devise. Klare Zonen für Beratung, Empfang und diskrete Gespräche schaffen Orientierung und Vertrauen.
Der temporäre Charakter des Provisoriums manifestiert sich in einer rohen und pragmatischen Materialisierung, die zugleich Wärme und Weichheit ausstrahlt. Die unbehandelte Blechrückwand aus Aluminium, gewellte Wand- und Pendelleuchten sowie raumweit gespannte Profilleuchten spielen mit Raumtiefe, Reflexionen und Perspektiven. So ist durch die sorgfältige Materialisierung eine eigenständige Identität entstanden — trotz oder gerade wegen des temporären Charakters.
Für die Unterbringung des gesamten Teams während der Bauphase des Hauptsitzes haben wir zudem die Standortevaluation übernommen und sind dabei auf der anderen Seite der Gleise fündig geworden. Analog zum Bahnhofsprovisorium haben wir die Bauherrschaft auch hier in Konzeption, Planung und Umsetzung begleitetet.
Das Projekt zeigt, wie auch ein Provisorium Qualität, Markenidentität und Aufenthaltsqualität vereinen kann — als präzise Antwort auf aktuelle Anforderungen und zukünftige Entwicklungen.

